Hakone

Etwa 80 km südwestlich von Tokyo befindet sich die Gegend von Hakone am alten Handelsweg Tokaido. Nach einem sehr verregneten Sonntag (Taifun) machte ich mich am Montag früh auf den Weg, denn es war gutes Wetter vorhergesagt und nach dem Regen hoffte ich auf gute Sicht. Schließlich sind die verschiedenen Sichten auf den Berg Fuji wichtige Highlights. Ich hatte Glück und es war wirklich so. Doch zunächst fuhr ich bis Gora und ging dort durch den eher mit westlichen Elementen  (und einigen japanischen Teehäusern) gestalteten Park und dann ins Kunstmuseum mit Keramiken (z. T. aus der japanischen Frühzeit Jomon). Der Museumsbau ist etwas älter, in den umgebenden japanischen Park eingebettet und im Museum schaut man nicht nur Gegenstände in Vitrinen etc. an, sondern man schaut auch hinaus auf den Park und die wunderschöne Landschaft. Zur Zeit der Laubfärbung (November) muss es hier prachtvoll sein.

Danach ging es mit einer kleinen Bergbahn, dann mit einer Seilbahn bis zur Owakudani-Schlucht, in der aktive Schwefelquellen vor sich in dampfen und einen starken Schwefelgeruch verbreiten. Von hier aus war der Berg Fuji schön zu sehen, leider hat er noch keine Schneekappe, dafür ist es noch zu früh im Jahr.

Auf der der anderen Seite der Schlucht geht es dann wieder mit einer Seilbahn hinab. Die Blicke werden von dem See Ashi angezogen, viel Landschaft und wenig Siedlungen. Auch um den See herum kaum Siedlungen und somit kann man auch bei der Fahrt über den See die Landschaft genießen. In Hakone-machi hatte ich das Schiff verlassen. Es ist eine normale moderne Ausflugsfähre, die man aber als Piratenschiffe getarnt hat, ziemlich bunt und kitschig, aber die Kinder finden es toll. In Hakone aß ich zum Mittag und kaufte ein paar Souvenirs. Dann wanderte ich entlang des Sees, schaute mir die alte Zollstation (vor einigen Jahren wieder aufgebaut) und eine alte kaiserliche Sommerresidenz (auch mit tollem Blick auf den Fuji) an. Ich erreichte Moto-Hakone und hatte noch Zeit mir den Hakone-Schrein anzuschauen, der auch ein rotes Tor im Wasser stehen hat. Ich musste mich etwas beeilen, denn ich wollte ja noch einen Teil des alten Handelswegs wandern, bevor es dunkel wird. Wegen des starken Regens am Vortag war der Weg noch ziemlich nass und rutschig, aber eine tolle Atmosphäre in diesem alten Wald. Während die Schiffe und die Schreinanlage voll mit Touristen (Japaner und Ausländer) waren, war ich auf dem alten Tokaido allein. Ich ging bis zu einer alten Raststation und kam noch rechtzeitig, um den letzten Bus (um 17:10 Uhr) zurück zum Ausgangsbahnhof Hakone-Yumoto zu nehmen.

So, nun ist der Beitrag schon wieder so lang geworden, dass ich erst beim nächsten Mal wieder etwas zum Aikido schreiben werde.

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