Schnee!!

In Japan kommt im Winter das kalte Wetter vom Nordwesten, quasi aus China. Da Tokyo im Südosten liegt und durch die japanischen Alpen nordwestlich der Stadt geschützt ist, fällt sehr selten Schnee und auch die kalten Lufttemperaturen werden abgebremst. Es schneit zwar meist in jedem Jahr ein wenig, aber der Schnee taut dann sofort weg. Nun gab es ab Montag Nachmittag ausreichend Schnee für Tokyo, im Stadtgebiet fielen durchweg über 20 cm. Das ist verglichen mit den Schneemassen in Nordjapan lächerlich, aber in Tokyo gibt es halt kaum Schneeräumfahrzeuge. Auch die meisten Privathaushalte haben keine Schneeschaufeln. Folglich herrschte am Montag Abend ein ziemliches Verkehrschaos, viele ausgefallene Züge und liegen gebliebene Fahrzeuge, denn Winterreifen haben die wenigsten. Für mich überraschend war, dass der Busverkehr sehr gut aufrecht erhalten wurde. Das Geheimnis: Schneeketten!

Am Dienstag stand ich dann früh auf, um durch den Schnee zum Meiji Schrein zu stapfen, der im Januar seine Pforten um 6:40 Uhr öffnet. Ich war so gegen 6:45 Uhr da, also nicht die erste, aber es war trotzdem traumhaft. Dieser lange Weg durch den Wald war verwandelt in eine Winterwunderwelt. Seht selbst …

 

 

 

 

 

 

 

 

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(Nov. 2017) Endlich mal wieder

Ja, es ist schon eine Weile her seit meinem letzten Blogbeitrag. Ich kann es auf den Vorstandsbesuch Ende Oktober schieben oder auf den Besuch von Steffi und Markus. Allerdings habe ich auch wegen des ungewöhnlich verregneten Oktobers (meist am Wochenende!) kaum Ausflüge gemacht und nun ist es im November auch sehr früh kalt geworden. In Hokkaido gab es bereits starke Schneefälle und sogar schon Schnee in Nikko. Anfang November nutze ich mal einen sonnigen Sonntag für eine Fahrradtour innerhalb Tokyos zum Senzoku Hachiman. Dieser Schrein liegt an einem großen Teich bzw. kleinen See im Westen Tokyos.

Heute habe ich mit meinem Verein am Aikido Embukai (Vorführung) aller Dojo in der Präfektur Tokyo teilgenommen (ohne Honbu Dojo). Die Veranstaltung fand in der Tokyo Budokan statt und es war schön, so viele Aikidoka zu sehen. Jedes Dojo konnte ca. zwei Minuten Aikido vorführen, danach dann ausgewählte Danträger (ab 3. Dan), bei uns war Hara-san (4. Dan) mit drei Uke auf der Matte. Es war alles perfekt organisiert, wir waren pünktlich fertig und gingen dann noch gemeinsam zum Essen.

 

Neujahrsgrüße

Beste Wünsche für 2018!

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Es ist ein Jahr des Hundes und folglich wurde die Hachiko-Statue hier in Shibuya entsprechend geschmückt.

Nachdem ich Ende November/Anfang Dezember in Deutschland war, kehrte ich kurz nach Toyko zurück. Die zweite Dezemberwoche war ich damit beschäftigt, die Erkältung, die ich mir in Deutschland eingefangen hatte, wieder los zu werden und unsere traditionelle Adventsfeier am 3. Advent bei mir vorzubereiten. Am Samstag davor war ich im Aikido-Training und nahm an der Jahresendfeier (Bonenkai) teil. Die Adventsfeier war schön (Reste konnten wir noch am folgenden Mittag essen). Kurz vor Weihnachten ging es dann wieder zurück nach Deutschland; ich verbrachte Weihnachten im Norden und flog am 2. Weihnachtsfeiertag abends wieder über Dubai zurück nach Tokyo. Im Büro hatte ich vor Weihnachten fleißig Weihnachtsgrüße versandt. In Japan wird noch nicht auf Papier verzichtet und die schriftlichen Weihnachts- bzw. Neujahrsgrüße sind sehr wichtig.

Ähnlich unserem Weihnachtsschmuck gibt es in Japan traditionellen Neujahrsschmuck, den man auch an den Hauseingängen, Baustellenzugängen und an Wohnungstüren findet. Mit den häufig verwendeten Kiefernzweigen ist die Ähnlichkeit mit unseren Tannenzweigen schon bemerkenswert.