Die ersten Tage in Japan – Update

22.10.2015

Motiviert durch meinen Erfolg auf der Führerscheinstelle hatte ich gleich am nächsten Tag versucht, ein Konto bei der Citi Bank zu eröffnen. Na ja, das war nur mäßig erfolgreich, aber immerhin haben sie den Antrag angenommen und mit dem zusätzlichen Bestätigungsschreiben der Botschaft sollte es nun bald funktionieren. An der Wohnungsfront sieht es gut aus. Am Montag habe ich den Mietvertrag unterschrieben und kann so langsam an den Einzug denken. Mein Container soll am 5. November ankommen, dann muss er noch durch den Zoll und so plane ich momentan, dass ich am 12. oder 13.
November einziehen werde. Die neue Wohnung liegt im Stadtteil Shibuya, etwa
10 min. zu Fuß zu diversen U-Bahnlinien und ich muss auf dem Weg zur Arbeit nicht umsteigen (und auch der Weg ins Dojo ist kürzer :-). Statt eines großen Gästezimmers und eines Teezimmers im Garten werde ich nun drei kleine Gästezimmer und einen Balkon haben. Es ist eine große Wohnung in einem Haus mit insgesamt 3 Stockwerken und 5 Mietparteien.

Dienstlich war ich in den letzten beiden Wochen ziemlich im Stress, da ich viele Termine wahrzunehmen hatte. Das große Highlight war natürlich die Amtswechselfeier (siehe dazu Bericht und Fotos auf der Website der
Bundesbank) und auch einen Abend später das Abendessen in kleinerem Kreis in der Residenz des Botschafters zur Verleihung eines Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an den Vize-Governeur der Bank of Japan. Am Freitag Morgen flogen wir dann mit unserem Vorstandsmitglied nach Seoul, denn Korea gehört ja mit zu unserem Zuständigkeitsbereich. Da wir erst am Samstag Abend nach Tokyo zurückkehrten, war es ein sehr kurzes Wochenende.
Diese Woche standen wieder diverse (Abend-)termine an sowie auch ein Termin mit dem Finanzausschuss des Deutschen Bundestages. Mir wird also nicht langweilig und ich habe es noch nicht geschafft, mich wieder beim Honbu-Dojo anzumelden. Dies steht für Samstag auf dem Plan und dann werde ich auch endlich wieder Aikido trainieren können (spätestens ab November, denn in der nächsten Woche ist auch fast jeder Abend schon verplant).

Da am 19.10. ein Feiertag war, besuchte ich einen sehr schönen Park in Yokohama und ein Freundin von früher. Wir gingen dann noch zu Japans größtem Oktoberfest in Yokohama und tranken bayrisches Bier. Mal abgesehen von einem Sonntag hatte ich bislang immer gutes bis sehr gutes Wetter, fast jeden Tag klettern die Temperaturen etwas über 20 Grad, also morgens etwas frischer und dann tagsüber schön warm ohne die Schwüle des Sommers. Also
vormerken: Oktober ist ein guter Reisemonat für Japan (sofern man nicht in den Norden reisen möchte, denn da ist es jetzt auch schon deutlich kälter, mit Schnee in den Bergen auf Hokkaido).

Beste Grüße an alle,

Gudrun

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Die ersten Tage in Tokyo

13.10.2015

Hallo zusammen,

letzte Woche bin ich gut in Tokyo angekommen und inzwischen ist mein Kalender auch schon ordentlich gefüllt. Am Freitag war großes Fest im Garten der Residenz des Botschafters, war wirklich schön. Am Wochenende hatte ich die DAAD-Stipendiaten zu einer kleinen Willkommens-Brotzeit zu Besuch bei mir.

Einige hatten es ggf. noch mitbekommen, dass ich am Montag vor meiner Abreise eine eMail erhalten hatte, dass mein Mietvertrag für die Wohnung mit Teezimmer und Garten nicht zustande kommen wird. Solch kurzfristige Absagen sind äußerst ungewöhnlich in Japan. Na ja, ich musste nun erneut nach einer Wohnung suchen. Ich schaute mir nur wenige an, denn glücklicherweise war eine der anderen beiden Wohnungen, die ich im August auf meiner Top3-Shortlist hatte und die damals noch renoviert wurde, noch nicht vergeben. Diese Wohnung in der Nähe von Shibuya werde ich nun wohl mieten. Die Adresse verschicke ich, sobald ich den Mietvertrag unterzeichnet habe.

Heute war ich auf der Führerscheinstelle und nach weniger als 5 Stunden hatte ich dann das begehrte Dokument, das ich für Kontoeröffnung etc.
benötige (mein Diplomatenpass verursacht nur Verwirrung). Mein Kollege hatte dafür 8 Stunden gebraucht! Sie machen es hier in Japan sehr gründlich und darin eingeschlossen sind zwei Fotoshootings und ein Fitnessprogramm, denn nach längeren Wartezeiten wird man immer mal wieder von einem Stockwerk zum anderen geschickt, um weitere Schritte im Prozess abzuarbeiten.

Gudrun