Mai = Besucherrekord

Wie bereits beim letzten Mal angekündigt, hatten wir (d. h. unser Büro) Anfang Mai vier Vorstandsmitglieder (einschließlich Präsident und Vizepräsidentin) zu Besuch in Tokyo für Sitzungen am Sonntag und Montag. Für unser kleines Büro war dies eine neue Herausforderung, aber alles klappte ganz gut. Nach diesem Wochenende war leider keine Zeit zum Verschnaufen, denn wir waren dann schon in der heißen Phase der Vorbereitungen für unser Jubiläum. Neben dem großen Jubiläumsempfang (mit ca. 150 Gästen) waren diverse Gesprächstermine zu vereinbaren. Außerdem organisierten wir zwei Interviews, ein Frühstück mit Vertretern der japanischen Industrie und ein Seminar an der Universität Tokyo. Alles lief gut und nach der Abreise unseres Vorstandsmitglieds gab es nur noch wenige Nacharbeiten. Allerdings mussten wir am Freitag dann noch einen unserer Kollegen verabschieden. Er ist nach drei Jahren in Tokyo nun mit seiner Familie nach Deutschland zurückgekehrt. Das mussten wir natürlich ausgiebig begießen.

Weiterer großer Besuch: Udo und seine Frau! Sie kamen zwar mit etwas Verspätung an, aber dafür brachten sie auch gutes Wetter mit, das sich bis auf einen Tag dies ganze Zeit über gehalten hat. Ich möchte deren Bericht nicht vorgreifen. Ihre persönlichen Eindrücke müssen sie selbst schildern. Also konzentriere ich mich aufs Aikido. Wir gingen am ersten Samstag Nachmittag in Honbu Dojo zum Training in den Unterricht, den ich auch regelmäßig besuche. Allerdings erlebten wir eine herbe Enttäuschung, denn Udo durfte nicht mitmachen. Vermutlich wegen der vielen Ausländer, die bei ihren Besuchen im Honbu Dojo mittrainieren (und manches Mal ist es für uns, die wir regelmäßig dort trainieren, dann schon unerträglich voll auf der Matte), wurden wohl die Regel geändert. Nun dürfen nur noch Mitglieder des Aikikai dort trainieren. Sehr schade! Uns blieb nichts anderes übrig, als ein wenig vom Mattenrand aus zuzuschauen – sehr ärgerlich. Ich ließ mir dann eine Liste von Dojos in der Nähe geben, damit ich für die nächste Woche etwas finden konnte (nach der Reise nach Westjapan). Es war nicht so einfach, aber in einem Dojo hatten wir Glück, allerdings fiel das Training am Samstag aus, weil ja das Gesamtjapanische Aikido-Treffen in der Nippon Budokan stattfand. Der Leiter des Dojo (Herr Ishibashi) war so nett, Udo einzuladen, sich der Gruppe anzuschließen und einfach bei der Aufführung mitzumachen. (Ich hatte leider keine Zeit, weil ich zu einem Museumsbesuch verabredet war und so erst kurz vor dem Auftritt in der Halle sein konnte.) Schaut mal, ob ihr Udo auf den Bildern findet! Anschließend sind wir dann mit der Gruppe mitgegangen in eine Izakaya (japanisches Kneipenrestaurant) und haben einen tollen Abend erlebt – super nett, lustige Truppe! Ich habe versprochen, zukünftig auch dort in dem Verein zu trainieren.

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