Endlich Urlaub!

Für japanische Verhältnisse hatte ich einen ziemlich langen Urlaub von acht Tagen. Endlich habe ich es geschafft, mir mal eine mir noch unbekannte Gegend von Japan anzuschauen. Ich flog nach Okinawa. Es ist dies südlichste Präfektur Japans und besteht aus mehreren Inselgruppen. Die ersten Tage verbrachte ich auf der Hauptinsel. Insgesamt ist Okinawa kulturell und geschichtlich sehr interessant, aber die Hauptinsel machte mit den vielen Betonbauten in der Präfekturhauptstadt Naha, viel Verkehr und dem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt eher einen hässlichen Eindruck. Ich habe mir natürlich die Burg Shuri des alten Ryukyu-Königreichs angeschaut, war per Bus gen Norden unterwegs (u. a. im sehenswerten Aquarium und im sehr schönen botanischen Garten). Da es an einem Tag auch etwas regnete, hatte ich mir sogar das große und moderne Museum angeschaut. Was mir fehlte, waren Bezüge zum Karate. Schließlich wurde Karate ja in Okinawa entwickelt! Doch außer ein oder zwei Reportagen im Fernsehen gab es nichts.

Dann flog ich weiter nach Ishigaki. Diese Insel liegt in einer Inselgruppe kurz vor Taiwan und folglich war es dort richtig warm. Ich hatte Glück mit einem sehr netten Hotel in der Nähe des Hafens; so konnte ich die kleine Stadt zu Fuß erkunden. Im Hotel kann man Fahrräder kostenlos ausleihen. Dies nutze ich für zwei Ausflüge, einen zur nördlichen Küste (mit einem Abstecher bei einer Keramik-Werkstatt „Ishigaki-yaki“ mit sehr schönen Keramiken im Ishigaki Blue) und einen ins Inselinnere. Die einsamen Strände mit unglaublich klarem Wasser und die subtropische Vegetation sind faszinierend. Da die Fahrräder keine Gangschaltung haben, waren die Anstiege allerdings wirklich anstrengend. Neben den Straßen gibt es zumindest auf einer Seite meist einen sehr breiten Fußgänger- und Fahrradweg, so dass die Insel eigentlich fürs Fahrradfahren gut geeignet ist (zumindest im Winterhalbjahr). Am letzten Tag fand ich einen Fahrradverleih mit besseren Rädern. Ich muss also nochmals wiederkommen, um den Rest der Insel zu erkunden. Außerdem hatte ich es nicht geschafft, Ausflüge zu den kleinen Nachbarinseln zu machen.

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